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Höhenweine aus Pitsilia

Pitsilia nimmt die Ostflanke des Troodos ein, und seine Weinberge steigen höher als fast irgendwo sonst im Mittelmeerraum — stellenweise weit über 1.000 Meter. Für eine heiße Insel in südlicher Breite ist diese Höhe das wertvollste Kapital des zyprischen Weins.

Was die Höhe bewirkt

Jede hundert Meter senken die Durchschnittstemperatur etwas und vergrößern den Abstand zwischen Tag und Nacht. Genau diese Tag-Nacht-Spanne lässt die Trauben Zucker und Aroma aufbauen und zugleich Säure behalten.

Praktisch heißt das: Weißweine mit Spannung und Länge statt Breite, und Rote, die reifen, ohne marmeladig zu werden. Deshalb sind ernsthafte zyprische Erzeuger in den letzten drei Jahrzehnten bergauf gezogen.

Die Dörfer

Kyperounda, Pelendri, Agros, Chandria und Agios Theodoros bilden den Kern. Die Landschaft ist terrassiert, die Reben teilen sich die Hänge mit Mandel- und Apfelgärten und, rund um Agros, mit den Rosenfeldern, für die die Gegend bekannt ist.

Die Winter sind hier wirklich kalt, und Schnee ist am oberen Rand normal. Diese Jahreszeitlichkeit ist für Zypern ungewöhnlich und verschafft den Reben eine echte Winterruhe.

Die Weine

Xynisteri aus Pitsilia ist das klarste Argument für das hochgelegene Zypern: straff, zitrusgetrieben und mineralisch auf eine Weise, die tiefer gelegene Beispiele selten erreichen.

Bei den Roten stehen sowohl das autochthone Maratheftiko als auch internationale Sorten wie Cabernet Sauvignon und Syrah, die hier in der Regel festere Struktur und frischere Aromatik zeigen als auf wärmeren Lagen.

Anfahrt

Nach Pitsilia führt aus jeder Richtung eine Bergfahrt, ob von Limassol herauf oder von Nikosia herüber. Die Straßen sind gut, aber langsam, und im Winter können sich die Bedingungen in der Höhe rasch ändern.

Die Erzeuger hier sind überwiegend klein, mehrere machen nur ein paar tausend Flaschen im Jahr — sie vorher zu kontaktieren ist nicht optional, sondern notwendig.

Zugehörige Weingüter

Kontaktdaten und Standort finden Sie jeweils auf der Seite des Weinguts.

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